Letzter Tag in Chiang Mai – Flug nach Krabi

Nun ist er da – der 10. und letzte Tag in Chiang Mai. Für morgen ist der Flug nach Krabi gebucht. Dort ist eine Übernachtung geplant und dann geht es endlich an´s Meer! Koh Lanta ist mein Ziel. Vor ca. 1 Jahr begann das Abenteuer eigentlich, als ich an einem eher faden Tag voller Fernweh „Hippie Insel“ in Google eintippte. Ich fand dort einen Artikel über Koh Lanta und später auch einen Bericht über den Coworkingspace Koh Hub – genau da loderte das Feuer in mir auf und nichts und niemand konnte mich mehr aufhalten.
Aber erst mal alles schön der Reihe nach.

Goodbye  Chiang Mai und mein erster Auftrag in Thailand ist fertig
Fast über Nacht habe ich für Jonggon´s Green Tours einen Flyer gestaltet, den die Susanne Koschabek dankenswerterweise über Nacht für uns Korrektur gelesen hat. So wurde aus unserem zusammen gestöpselten Englisch doch noch eine runde und verständliche Sprache und auch die Grammatik durfte Einzug halten. Danke Susi!
Ich muß das jetzt mal erwähnen, nicht daß ihr meint, ich mache hier nur Urlaub – nein, es gibt auch hier einiges zu tun. So bin ich doch als „digitale Nomadin auf Zeit“ unterwegs. An den Internetseiten, die ich für meine Kunden betreue habe ich auch kleinere Arbeiten ausgeführt.

Wir haben uns an diesem letzten Tag noch einmal Zeit genommen, und die Universität besucht, in der Jonggon studiert hat. Auch hier führte sie mich durch die Pflanzen. Es gab sogar einen Moringabaum, und ich weiß jetzt wie der Baum aussieht, dessen zitronige Blätter in der Kokosnussuppe Verwendung finden, die mir so gut schmecken. Nach der Wanderung durch den Heilkräutergarten durchquerten wir den Fitnesspark und gingen auf den Parkplatz auf dem schon ein Freund von Jonggon mit dem Auto wartete. Tom brachte uns ein wenig außerhalb zu einem besonderen Tempel mit riesiger Anlage, der in einen Tunnel gebaut war. Wir wanderten etwas umher, sahen verschiedene Tiere und ich bekam noch ein paar Informationen zum Buddhismus und dem Rad des Lebens.
In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich der Buddhismus von allen Religionen. Statt an einen Gott oder mehrere Götter zu glauben, glaubt der Buddhismus jedoch nur an die Natur. Aha – so hatte ich das noch nicht gesehen!
Wieder etwas gelernt…

Flug nach Krabi mit Zwischenstop in Bangkog
In der Buchung von Flügen bin ich inzwischen schon sehr gut. Für den Reiseabschnitt nach Krabi habe ich das Flugzeug gewählt, da es ca. 1800 Kilometer sind. Von Bangkog nach Chiang Mai kam ich mit dem Bus, aber das war eine sehr ruppige Angelegenheit. Diese Erfahrung wollte ich nicht unbedingt noch einmal wiederholen.
2 Stunden vor Abflug war ich also am Airport und hoffte, daß ich auch hier wie bei China Air das gesammte Gepäck als Handgepäck mit an Bord nehmen kann. Bei Thai Lion Air mußte ich meinen Osprey Rucksack jedoch als Gepäckstück aufgeben, weil er 10 kg wiegt. Für so eine lange Reise eigentlich recht schnuckelig klein und leicht aber leider für das Handgepäck zu viel. 7 kg wären in Ordnung gewesen.
Da ich in Bangkog einen Zwischenstop einlegen muß, mußte ich das Gepäckstück also wieder vom Band pflücken und erneut am Schalter für den Weiterflug aufgeben. Beide Strecken dauerten jeweils ca. 1. Stunde und am Abend um 18.30 bin ich in Krabi gelandet.

Krabi – endlich am Meer
Am Flughafen Krabi hätte man für 2800 Baht gleich ein Ticket bis Koh Lanta lösen können, aber da um diese Uhrzeit sowieso keine Fähre ging, wollte ich das am nächsten Tag regeln. Ich löste also nur ein Ticket in die Innenstadt für 90 Baht und ließ mich mit dem Bus dort hin bringen. Ein Zimmer hatte ich nicht gebucht, weil ich als Reisende der „Old School“ so halt doch freier und flexibler bin. Ich mache das nicht immer so, aber für eine Nacht in Krabi schien es zu passen.
Der Bus hielt irgendwo im Zentrum und die Backpacker um mich versuchten sich zu orientieren, wo sie jetzt hinmüssen. Die Straße runter sah ich viele Schilder, die mit „Guesthouse“ beschriftet waren. Für mich galt jetzt eher „Wer kein Ziel hat, kann sich nicht verlaufen.“ Alles Easy Peasy dachte ich…
Beim ersten Guesthouse fragte ich nach, aber es waren keine Plätze mehr frei. „Ask next door“ schickte mich der Herr am Empfang weiter. „O.K, thank you.“ dankte ich ihm und ging eine Türe weiter. Dort saß eine junge Frau an einem Schreibtisch und sie hatte noch ein Zimmer mit Aircondition frei. „500 Baht, per night“ bot sie mir an. „O.K., I take it“ – aso wirklich alles Easy, Peasy…
Sie drückte mir einen Schlüssel in die Hand und ich stieg in den 2. Stock hinauf. Dort fand ich ein schönes Zimmer mit 2 Betten, ein großes Bad und einen Balkon vor. Ich stieg auf eines der 2 Betten und setzte die sich darüber befindende Aircondition Anlage in Betrieb. Eigentlich stehe ich gar nicht so auf diese Kühlung, aber wenn sie schon mal da ist, nehme ich sie auch her.
Im Flugzeug hatte jeder einen Schokoriegel und einen Schluck Wasser bekommen, und daß ich Hunger hatte, war vollkommen in Ordnung.

Es gab ja auch noch das nächtliche Krabi zu entdecken! „Where can I eat?“ fragte ich die Frau vom Empfang und sie zeigte die Straße hinunter. „Where you want to go, then?“ wollte sie wissen. „Koh Lanta“ ließ ich sie wissen. „Oh, you can buy a ticket for tomorrow, here – 300 Baht“. Boah, wenn das nicht Easy, Peasy ist… Natürlich machte ich das sofort, und sie versprach mich am nächsten Tag rechtzeitig aufzuwecken, damit mich der Bus vor der Haustüre mitnimmt. Die 300 Baht waren der Preis für die Busfahrt und die Überfahrt nach Koh Lanta!  Ingesamt kam ich mit der Übernachtung, der Fahrt zum Flughafen nach Krabi und der Reise nach Koh Lanta also auf 890 Baht. Gut gespart im Vergleich zu den 2800 Baht, die am Flughafen für die Anreise nach Koh Lanta verlangt wurden. Bei meiner Freestyle-Version war sogar noch eine Übernachtung mit Aircondition dabei.

Nachdem das alles klar war, ging ich also die Straße hinunter und fand auf der Querstraße eine lange Reihe von Foodständen. Es gab alles.
Ich schritt die Reihe ab und konnte mich nicht leicht entscheiden. Da wir ja hier nun schon direkt am Meer sind, bestellte ich mir gemischtes Gemüse mit Nudeln und Schrimps für 60 Baht. Dazu ein wohlverdientes großes Chang-Beer für 70 Baht. Eigentlich esse ich ja nur vegetarisch, aber wenn ich am Meer bin, dann gibt es ausnahmsweise auch Fisch oder Meeresfrüchte, wenn sie frisch sind.

Hinter den Food-Ständen waren Tische und Stühle aufgebaut. Dort saßen viele Menschen, die sich anscheinend auch an dieser Vielfalt erfreuten. Ich suchte mir einen schönen Platz aus und setzte mich dazu. Das Essen war wie erwartet sehr gut. Ich bezahlte gleich und ließ es mir schmecken.
Noch einmal bummelte ich die Stände entlang und gönnte mir zum Abschluß ein selbst gemachtes Kokoseis, daß nun aber wirklich die Krönung des Tages war.

Zurück im Guesthouse schloß ich den Tag ab und freute mich auf den morgigen Trip auf die Insel Koh Lanta.

Tourflyer – They bring the Elephants back home to the tropical rainforest – mein erster thailändischer Auftrag

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