Alternative Traveltouren in Chiang Mai

Alternative Traveltouren in Chiang Mai

An fast jeder Ecke hier gibt es Tourenangebote. In jedem Guesthouse liegen Flyer aus, was man hier so alles machen kann.
Bei meinen Ausflügen mit dem Fahrrad kam ich schon öfter an dem Laden vorbei, der mich mit dem Schild „Chiang Mai Green Alternativ Tour“ lockte.
Ich steuerte also am morgen dieses kleine Büro an, und wurde von Jonggon Duangsri der Besitzerin herzlich begrüßt. Sie zeigte mir verschiedene Ausflugsoptionen, von Wanderungen im Regenwald bis zum Besuch einer Familie, die mit Elefanten lebt, und die mit ihr befreundet sind. Das hörte sich alles fantastisch an! Leider sollten es doch immer mindestens 2 Personen sein, die so einen Trip machen wollen, da hatte ich als Alleinreisende leider schlechte Karten.

Trotzdem hatte sie für mich viele Ideen was ich machen kann, und sie zeichnete mir den „One and Only“- Ortsplan für Chiang Mai. Dazu erhielt ich viele Tips, wie ich als Alleinreisende die  Touren selbst organisieren und sparen kann,

Ich blieb fast den ganzen Nachmittag und wir unterhielten uns über den Buddhismus, ihre Zeit in Deutschland, die sie in Berlin verbrachte, Rohkost, und das Internet. Die Zeit verging im Flug. Für den nächsten morgen verabredeten wir uns für eine Führung zu Fuß, weil sie mir das alte und das reale Chiang Mai zeigen wollte.

Kirchen, Tempel, The Healing Family

Am nächsten Morgen trafen wir uns also wieder, und machten uns auf dem Weg. Das besondere ist hier, daß viele Religionen friedlich nebeneinander existieren.
Die erste Kirche in Chiang Mai, gegründet 1867 besteht immer noch, und heute ist dort auch ein Museum angegliedert, das wir besuchten.

Jonggon führte mich weiter zur „The Healing Family-Foundation“. Das ist ein Projekt in dem vor allem junge Menschen mit Behinderungen leben und arbeiten und als Textilkünstler auf Webstühlen wunderschöne T-Shirts, Schals, Taschen, Tücher und vieles mehr zaubern. Pradit Prechanont, der Präsident begrüßte uns und stellte uns das Projekt vor.

Mir gefielen die Textilien, und ich nahm ein T-Shirt mit.
Nur ein paar Schritte davon entfernt findet sich Watket Karam ein Buddhistischer Tempel, für dessen Erhalt sich eine Gruppe von engagierten Thais stark gemacht haben. Es wurde ein Museum errichtet, und Jonggon erzählte mir, daß sie bei der Herausgabe eines Buches mit Fotografien und der Chronik des Ortes beteiligt war. Ich konnte einen Blick in eine Ausgabe werfen, und die alten Fotografien genießen. Der Fotograf, der die meisten Fotografien gefertigt hat ist inzwischen über achtzig Jahre alt und Jonggons Nachbar.

Der Tempel und das Museum sind wirklich einen Besuch wert.
Mal abgesehen von dem sehr beeindruckenden Ausstellungsgegenständen, die von rituellen Gegenständen über antike Buddhas bis zu Alltagsutensilien reichen ist der Tempel auch wegen seiner wunderschönen Gebäude und seiner Begrünung einen Besuch wert. Ich habe das erste Mal im Leben bewußt unter einem Jackfruitbaum gestanden.

In sehr freundlicher Atmosphäre schlenderten wir durch die Tempelanlage bis sich der Hunger meldete, und Jonggon vorschlug zurück in ihr Office zu gehen, wo sie für uns kochen wollte.
Sie kreierte ein vegetarisches Gericht, daß sehr lecker schmeckte. Nach einem weiteren ausgiebigem Gespräch verabschiedeten wir uns, und ich hoffe, daß wir uns bald einmal wieder sehen.

Den Abend verbrachte ich im Nightbazaar. Das ist so riesengroß, daß man wirklich jedes Mal wenn man hingeht etwas Neues entdecken kann.

An diesem Abend gab es ein Angebot an internationalen Speisen. Die Sitzplätze waren sehr nett mit Strohballen gestaltet. Vom Kartenleger bis zum Wunsch- bzw. Dankesbaum war alles vorhanden, was einen Abend ereignisreich machen könnte, abgesehen von den leckeren Speisen natürlich.

Am Ende dieses Tages hatte ich die erste Wasserblase meiner Reise am Fuß  – das war es aber Wert – und ich bereue trotzdem nichts !

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