Von der Angst vor der eigenen Courage

All right – let´s do it möchte ich da freudestrahlend jubilieren ein Ticket lösen und mich auf die Reise machen. Doch stelle ich da fest, das ich erst einmal wie schon so oft Angst vor der eigenen Courage habe. Ich male mir aus, warum es nicht gehen kann, warum es nicht funktionieren wird und plage mich selbst mit Zweifel. Das habe ich schon vor einigen Projekten erlebt, die dann aber doch – nachdem ich über meinen eigenen Schatten gesprungen bin – wunderbar funktioniert haben.
Nach wem sollte ich mich auch richten? Spielt es eine Rolle, was irgendwer darüber denkt? Letztendlich wird es Freunde, Bekannte oder auch meine Nachbarn irritieren, aber was soll´s? Soll irgendwann mein Nachbar aus dem Spiegel schauen, wenn ich hinein schaue? Haben wir dieses wunderbare Leben nicht geschenkt bekommen, um daraus etwas einmaliges zu machen? Wie viele werden als Original geboren und sterben als Kopie? Es gibt keinen Grund dieses Ziel anzustreben.
So gilt heute wie immer wieder: Der Meister kommt, wenn der Schüler bereit ist, und so wird es auch mit meinem Ticket sein.
Die „sicheren“ Strukturen hinter mir zu lassen erfordert Wagemut und Abenteuerlust. So denke ich doch, wenn ich es in meiner Vorstellung habe, kann ich es auch erreichen. Aber was genau, will ich eigentlich?
Auf alle Fälle erst mal raus aus dem Hamsterrad. Fest vorgegebene Öffnungszeiten verlassen und Projekte intuitiv realisieren. Meinetwegen 12 Stunden am Stück arbeiten und sich dann eine längere Auszeit gönnen. Ideen dann umsetzen wenn sie kommen – unabhängig von Zeit und Ort.
Das könnte ich natürlich auch in meinen eigenen Räumen starten und vielleicht tue ich das auch, um mir erst einmal die neuen Weichen zu stellen. Darauf kann dann der Zug in die freie Arbeit reisen.
Auf der Südostasienreise, die ich vor 25 Jahren unternommen habe, war Bali ein absolutes Highlight und irgendwie zieht es mich dort auch wieder hin. Ubud – ein kleines Dorf in dem jeder ein Künstler ist, hat es mir ganz besonders angetan. Dort durfte ich das balinesische Neujahrsfest erleben. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Reise dorthin geht.
Thailand war vor ca. 15 Jahren das Reiseziel für eine Auszeit nach einer intensiven Ausbildungsphase. Auch dort habe ich viele schöne Plätze entdeckt. Die freundlichen Menschen in Ihrer Einfachheit haben mich sehr berührt. An einem Tag, an dem in meinem Photoatelier wenig los war, habe ich spaßeshalber in Google „Hippieinsel“ eingegeben und habe dann Koh Lanta gefunden. Dort gibt es seit kurzem einen Coworking-Space, den ich mir auch gut als Einstieg in die digitale Welt vorstellen könnte.
Es wird also doch langsam konkreter.

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