Good bye Koh Lanta – Hello Koh Tao!

Goodbye Koh Lanta!
Meine geliebte Insel Koh Lanta habe ich nach 17 Tagen verlassen. Nach so langer Zeit bin ich schon sehr heimisch geworden. Im Laufe der Zeit habe ich viele schöne Orte gefunden. Wo es das beste und günstigste Phat Thai gibt, oder wo man am besten chillen oder arbeiten kann, weiß man nach so langer Zeit und so fiel mir der Abschied auch schwer.
Es war eine lustige Zeit in der Unterkunft und ich habe Menschen aus den verschiedensten Ländern kennen gelernt.
Von den Sonnenuntergängen will ich gar nicht reden, die waren fantastisch!
Die Thaifamilie, die die Unterkunft betreibt und ein kleines Restaurant angegliedert hat, wird mir fehlen.
Da ich ja kein Thai spreche, haben wir uns in Englisch und mit Gesten verständigt, was auch einwandfrei funktioniert hat, wenn es auch keine tieferen Gespräche waren.
Wenn das Fernweh ruft…
So dachte ich mir trotz aller genialen Umstände sollte ich vielleicht doch meinen Standort wechseln, da ich mir doch ein bißchen die Welt anschauen wollte…
Ausflüge in die Unterwasserwelt gehen mir in meiner Sammlung der Abenteuer eigentlich noch ab. Deshalb hätte mich ein Ausflug nach Koh Phi Phi gereizt. In der Rockbeachbar in Koh Lanta traf ich Frank und Claudia. Sie hatten einen Schnorchelausflug nach Koh Phi Phi gebucht. Das hörte sich alles sehr schrecklich an. Die beiden erzählten mir, daß sie mit einem Boot mit 50 weiteren Touristen unterwegs waren, die vor der Insel in das Wasser sprangen und der Strand kaum zu sehen war, weil dort weitere 50 Boote mit Schnorcheltouristen lagen. Nach diesem Gespräch verwarf ich also dieses Ausflugsziel.
Warum nicht weiter weg? Eigentlich könnte ich doch Thailand einmal quer durchfahren und mich dann ein bisschen auf Koh Tao, Koh Phangan und Koh Samui rumtreiben? Zeit hätte ich noch genügend und wer weiß welche Abenteuer auf mich warten.
In dem kleinen Reisebüro an dem ich jeden Tag vorbeikam habe ich mir also für 800 Baht ein Ticket nach Koh Tao geholt mit Start am nächsten Tag und 12 Stunden Reisezeit.
Die Reise beginnt
Eine interesannte Erfahrung die ich hier in Thailand gemacht habe ist: Egal wie chaotisch es auch momentan ausschaut – der Transport in Thailand funktioniert immer.
Mit einem Hillux in den ein paar Bretter als Sitzbank gezimmert waren, fuhren wir nach Saladan an den Hafen und setzten von dort aus nach Krabi über. Die Überfahrt dauerte ca. 2,5 Stunden und ich verschlief einen Großteil davon, weil ich in der vorherigen Nacht nicht gut geschlafen hatte. Es waren Mücken im Zimmer, die mich wach hielten.
Ich hatte einen Umschlag mit einem  Ticket nach Koh Tao. Nach ca. 1 Stunde Wartezeit am vereinbarten Treffpunkt kam eine Frau mit einem Klemmbrett unterm Arm auf mich zu und tauschte mein Ticket gegen einen runden Aufkleber, auf dem mit Rosa Schrift „Koh Tao“ stand und den ich mir auf das T-Shirt klebte.
Weitere Schiffe kamen an und ein paar Leute stießen zu uns und bekamen für Koh Phangan einen orangen und für Koh Samui einen blauen Aufkleber.
Wir wurden in einen Minibus geladen und an einen zentralen Ort des Reiseunternehmens gebracht. In dieser Art „Zentrum“ liefen viele Leute hin und her. Alle trugen – je nach Ziel – verschiedenfarbige Aufkleber, die ihre T-Shirts zierten, denn es gab die unterschiedlichsten Ziele. Mit etwas Glück hatte ich in einer Reihe mit Plastikstühlen ein Plätzchen gefunden. Das erleichterte das Warten etwas.
Nach einer geraumen Zeit kam ein großer, moderner Bus in den wir einstiegen. Wir fuhren ca. 5 Stunden quer durch Thailands wilde Natur und Plantagen.
Ich bin nun seit 4 Wochen in Thailand und es hat das erste Mal geregnet!
Ungefähr 4 Stunden waren wir mit dem Schnellboot unterwegs und da es auch sehr windig war, hatten wir eine sehr ruppige Überfahrt. Da ich glücklicherweise noch nie seekrank geworden bin, habe ich kein Problem damit. Hinter mir saß jedoch eine junge Frau, die seekrank wurde und sich kontinuierlich übergeben mußte.
Der erste Stop war auf Koh Samui, und da die Crew beim einsteigen, die Reisenden und das Gepäck so logisch organisiert hatte ging die Reise erstaunlich schnell weiter. In Koh Phangan war es genauso.
Endlich! Ankunft in Koh Tao
Als wir endlich in Koh Tao ankamen war es bereits dunkel.
Eine Horde Taxifahrer stürzte sich auf uns und wollten uns fahren. Ich hatte kein Zimmer gebucht und nur eine vage Idee an welchen Strand ich wollte. Ein Taxifahrer wollte mich für 300 Baht dorthin bringen. Mir war aber aufgrund meiner bisherigen Erfahrung klar, daß das zuviel war und ich beschloß mir hier am Pier spontan eine Bleibe zu suchen und am nächsten Tag weiter zu schauen.
Die ersten beiden Hostels, die ich anfragte waren voll aber beim 3. hatte ich Glück.
Es war ein sauberer Raum, in dem außer mir nur noch eine Frau aus Tschechien war. Sie war schon über ein Jahr unterwegs und wollte als nächstes nach Hongkong.
Es gab keine Mücken im Zimmer und nachdem ich mir noch eine Mahlzeit in einem lokalen Restaurant gönnte schlief ich schnell und fest ein.
Gleich am nächsten Morgen lud ich mir die aktuelle Karte zur Orientierung auf mein Smartphone. CityMap2go ist meine absolute Empfehlung.
Ich wollte am Sairee Beach wohnen und fuhr für 200 Baht zum Strand. Dort suchte ich mir ein Hostel und nun werde ich mir als nächstes einen schönen Schnorchelausflug suchen. Es gibt hier in Koh Tao auch weltweit die günstigsten Tauchschulen.
Hier werde ich noch etwas recherchieren, ob es da für mich nicht auch noch einen Ausflug in die Tiefe des Meeres geben wird.
Was ich bisher von Koh Tao gesehen habe gefällt mir sehr – Sandstrände und Nischenbuchten umringt von Felsen. Traumhaft schöne Bungalowanlagen und Strandbars.
Ich werde Euch weiter berichten!

Piraten auf offener Straße!

One more Motorbiketrip…
Es soll sie geben die wilden Affen. Angeblich trifft man sie auf dem Weg in den Mu Ko Lanta Nationalpark wurde mir erzählt. Ich hatte in Bali und in Kenia schon vor vielen Jahren Begegnungen mit Affen und wollte sie auch hier in Thailand gerne treffen.
Also suchte ich wieder meine Freunde vom Bamboo Restaurant auf und lieh mir von Ihnen einen Roller aus. Wir kennen uns ja inzwischen schon ein bisschen und so ging der Handel recht schnell.

Der Weg in den Nationalpark führte wieder an den schönsten Stränden vorbei.
Am Wegesrand fiel mir ein Elefant auf, der den Hinweisschildern nach für das Trekking zuständig ist. Da fühle ich mich, seit dem ich in Chiang Mai bei den Karen Tribes die Wiedereingliederung der sanften, grauen Riesen in den Regenwald miterleben durfte nun gar nicht als Zielgruppe angesprochen.

Piratenaffen entern mein Straßenschiff!
Eine steile Steigung mit vielen Kurven weiter hatte ich die Affen gefunden. Sie saßen mitten auf der Straße und einige amüsierten sich mit Gegenständen, die Touristen aus dem Fenster geworfen hatten.
Ich stellte den Roller ab und beobachtete.
Für ein paar schöne Porträts wollte ich noch etwas näher ran und versuchte die Models anzulocken, indem ich mit Ihnen sprach. Da setzte sich tatsächlich einer in Bewegung, hüpfte an mir vorbei und enterte das Motorbike. Geschickt klappte er die Sitzbank hoch und schaute nach, was man von dort wohl brauchen könnte. Da nichts passendes dabei war, klappte er sie wieder zu und setzte sich oben drauf. Nun kam ein 2. größerer Affe und setzte sich auf die Lenkstange.
Das war nun ein wirklich nettes Motiv!Ich schoß ein paar Fotos und wollte dann gerne wieder weiter fahren.
Ich bat die beiden Piraten, mein Straßenschiff jetzt bitte wieder frei zu geben und erntete aber erst einmal nur ein beeindruckendes Fauchen. Der große Affe auf der Lenkstange bleckte mir sein Gebiß entgegen.
Dieser Aufforderung mich noch etwas in Geduld zu üben konnte ich nicht widersprechen.
Es kamen ein paar andere Motorbikefahrer hinzu. Sie beobachteten die Szene und irgendwann verloren die beiden Piraten das Interesse an meinem Straßenschiff und stiegen wieder ab. Höflich bedankte ich mich bei Ihnen und fuhr weiter Richtung Nationalpark.

Mu Ko Lanta Nationalpark
Am Eingang zahlte ich 200 Baht für mich und 20 Baht für das Motorbike. Die handgezeichnete Skizze, die an der Kasse auflag fotografierte ich zur Orientierung und fuhr den Berg hinunter.
Am Parkplatz am Fuß des Berges wurden alle Motorräder abgestellt und es ging zu Fuß weiter. Die parkänliche Anlage  wird von Sandstränden eingesäumt. Idyllisch gestaltet mit Schaukeln wirken die Szenen schon fast unreal schön. Dazwischen spazieren immer wieder Affen oder lassen sich in den Bäumen entdecken.
Um den Naturlehrpfad und den Leuchtturm zu besuchen steigt man wieder bergauf. Besonders der Naturlehrpfad ist dabei sehr anstrengend, weil die Treppen so unregelmäßige Abstände haben. Die Mühe lohnt sich jedoch, da man mit einer fantastischen Aussicht belohnt wird.
Auf dem Weg traf ich ein paar Bayern und freute mich sehr, den Dialekt zu hören. Mir fehlt nicht viel hier im Paradies aber unser boarisch geht mir schon ein bißchen ab – ich gestehe.
Mit einer Frau aus Simbach am Inn habe ich zufällig ein paar gemeinsame Bekannte, was uns sehr amüsiert hat.
Nach einem kleinen Plausch trennten wir uns wieder und ich trat den Rückweg an.
Nachdem ich ja noch motorisiert war, sah ich den Sonnuntergang wieder in der Rock Beach Bar.
Ein absolut empfehlenswerter Ausflug!

Riding with the Motorbike – die Insel entdecken auf eigene Faust

Ein Motorbike mieten – die Neugier besiegt die Angst
Ich bin eine große Freundin von spontanen Aktionen auf Reisen. Hier in Koh Lanta gibt es so viele verschiedene Strände und Ausflugsziele, die sich am besten mit dem Motorbike erkunden lassen.
Bisher hatte ich immer etwas Angst davor mir ein Motorbike auszuleihen. Was wohl wäre wenn etwas kaputt geht? Die Straßen auf der Insel sollen auch teilweise recht kaputt sein, hat man mir erzählt…
Als Sicherheit wird immer der Reisepaß hinterlegt. Da hatte ich auch eine gewisse Scheu davor, da er ja neben dem Ticket das wichtigste Dokument ist.
Da ich nun ja schon einige Tage auf der Insel bin, siegte nun doch die Neugier über die Angst und ich bin schon zweimal auf Tour gewesen.
Als Gebühr für den Motorroller wird in der Regel eine Betrag von 200 Baht verlangt, was ich absolut o.k. finde.
Der erste Ausflug führte mich nach Old Town, an der Küstenstraße entlang, an den Klong Kong Beach, in das Resort „What else“, das eigentlich ein Hippiemuseum ist und dem wunderschönen Sunset View der Beach Rock Bar im Norden der Insel.

Orientieren in Koh Lanta
In Koh Lanta gibt es nicht sehr viele Straßen und ich finde, daß es sehr leicht ist sich zurecht zu finden, da man sich ja immer am Meer orientieren kann. Ist es rechts – fährt man Richtung Süden – ist es links fährt man Richtung Norden.
Wenn man nach Stränden sucht muß man sich also schon sehr anstrengen, wenn man sich verfahren will.
Möchte man jedoch auch Ziele wie die verschiedenen Höhlen oder Old Town ansteuern, kann man entweder eine Karte verwenden oder eine moderne App.

Navigieren mit dem Smartphone ohne SIM-Karte
Für das Iphone gibt es eine App mit der man sich Karten verschiedener Orte laden kann. CityMaps2go zeigt auch ohne SIM-Karte den aktuellen Standort an. (Gruß an Richard – danke für den Tip!) Es ist möglich ein Ziel einzugeben und sich dann lotsen zu lassen. Dieses geniale Tool habe ich in Chiang Mai schon sehr zu schätzen gelernt. Im riesigen Nachtmarkt habe ich so beispielsweise immer auf dem kürzesten Weg wieder zurück in das Guesthouse gefunden.
Für Koh Lanta habe ich die Insel als Offline-Karte heruntergeladen. So konnte ich mich auf der Motorbiketour jederzeit orientieren, auch wenn ich spontan links oder rechts abgebogen bin.

Aussichtspunkt mit Kokosnussernte
Die Küstenstraße führt nach ca. 8 km bergauf und lädt auf der größten Anhöhe zur Pause ein. In dem netten Holzrestaurant wurden gerade bei frisch geernteten Kokosnüssen die Schale entfernt. Auch in Deutschland gönne ich mir regelmäßig Kokosnüsse aber dieser frische Genuß ist nicht zu toppen! Ich schlürfte das Kokoswasser mit einem Strohhalm aus und kratzte das Kokosfleisch mit einem Löffel aus. Herrlich!

Fischerdörfer und Früchte
Einfach immer weiter geradeaus kommt man an ruhigen Fischerdörfern vorbei. Zu der Zeit als ich da war, lagen die Boote auf Land, weil Ebbe war. Vermutlich wäre es auch ein schönes Ziel, bei Flut noch einmal zu kommen. Ein Schild lud mich ein, mir eine Schmetterlingsfarm anzuschauen. Unter anderem wurden mir dort auch Kautschuk und seine Herstellung, Papayas, Bananen und Ananas sowie Kräuter und Gewürzbäume gezeigt.
Ich würde trotzdem nicht raten, sich das auch anzuschauen, weil es hier auch einen Adler, Eulen und verschiedene Affenarten gibt, die eingesperrt sind. Ich hatte das zu spät registriert.

Old Town Koh Lanta
Die Old Town von Koh Lanta ist ganz anders als das Hafenstädtchen Saladdan.
Man fährt auf der Hauptstraße in das Städtchen ein, das von beiden Seiten mit alten Häusern aus dunklem Holz gesäumt ist. Neben Restaurants und Läden gibt es hier auch Gästehäuser und einen kleinen Hafen. Zur Küste hin stehen die Häuschen auf „Stelzen“ im Meer.
Bunte Fischerboote liegen im Hafen und runden dieses schöne, malerische und idyllische Bild ab. Eine farbenfrohe „chinesische“ Brücke durchbricht das Bild der dunklen Holzhäuser und räkelt sich üppig zum Meer.
Hier in Koh Lanta gibt es fast an jeder Ecke einen Stand an dem man sich herrlich, frische Fruchtsmoothies mixen lassen kann und so gönnte ich mir einen frischen Mangosmoothie an diesem malerischen Ort.

Das „Hippiemuseum Where Else“
Wieder auf dem Rückweg die Küstenstraße entlang steuerte ich am Klong Khong Beach das legendäre Resort „Where Else“ an. Ich hatte in einem Reiseführer davon gelesen und es klang so außergewöhnlich, daß ich es mir unbedingt anschauen mußte. Liebevoll gestaltete Details in den Hütten am Strand und in der gesamten Anlage zeugen von einer ganzen Generation Künstler, die hier anscheinend zu Gast waren. Relikte einer lebendigen „Flower Power Kultur“ laden zum Verweilen ein.
Es wäre sogar ein Bungalow für 1000 Baht die Nacht frei gewesen, aber ich beschloß nicht dorthin umzuziehen, da ich in meiner Unterkunft am Long Beach viel günstiger untergekommen bin – wenn auch bei weitem nicht so originell.

SUNSET VIEW POINT – Rock Beach Bar
Noch zu früh um wieder heim zu fahren, überlegte ich mir einen neuen Ort für den bevorstehenden Sonnenuntergang zu finden. Mit Hilfe der App wollte ich mich nach Norden durchschlagen und mir dort ein nettes Plätzchen suchen. Auf dem Weg entdeckte ich ein Hinweisschild zum SUNSET VIEW POINT – Rock Beach Bar – das könnte genau das richtige sein! Die Wegweiser führten mich an einen wunderbaren Ort, der die verschiedensten „Chill Out Zonen“ für den Genuß des Sonnenuntergangs bot. Einen Swimming-Pool, Hängematten, Sitzinseln im Freien und Liegeplätze unter Dach. Es war alles so gemütlich gestaltet, daß ich mich riesig freute, diesen Platz gefunden zu haben. Ich suchte mir also eine Hängematte und bestellte mir ein kühles Chang Bier. Der Sonnenuntergang war fantastisch und die Kulisse trug sicherlich zu meiner Begeisterung bei.
Auf dem Rückweg stattete ich dem Foodmarket noch einen Besuch ab, und ließ mich mit Green Curry verwöhnen.
Ein rundum schöner Tag ging zu Ende.

 

Koh Lanta – Ko Hub – Coworkingspace

Tropical Coworking Space
Ein Hauptgrund, warum ich Koh Lanta als Ziel der Reise gewählt hatte, war die Entdeckung, daß es hier einen Coworkingspace gibt. Die Überlegung war von hier aus mit gutem Internet arbeiten zu können und mir einmal die Community anzuschauen.
Noch nicht ganz so mutig, mir ein Motorrad zu leihen, habe ich mich zum Kohhub mit einem Tuktuk fahren lassen. Ich lebe hier in einem Hostel am Long Beach und auch das Koh Hub liegt am Long Beach und zwar am anderen Ende.

Ein Arbeitstag unter Palmen
Ich hatte schon viele Fotos von diesem Ort gesehen und war nun gespannt, wie der Aufenthalt hier ist. Nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte, kam Victoria auf mich zu und stellte sich vor. Sie war ganz interessiert an dem was ich tue und führte mich durch die ganze Anlage die wirklich perfekt auf relaxte, konzentrierte Arbeit ausgerichtet ist.
Es gibt ruhige Ecken im Garten, eine großes Plateau mit Schreibtischen und Ventilatoren und wer möchte, der kann auch in einem Raum mit Aircondition arbeiten.
Für einen Tarif von 400 Baht bucht man sich für 24 Stunden ein und kann auch vor Ort Speisen und Getränke bestellen.
Es gibt alternativ Wochen- oder Monatstarife. Ich wollte ein wenig schreiben und Bilder hochladen, und buchte einen Tagestarif.
Es war schön in dieser Atmosphäre zu arbeiten, die mich sehr produktiv werden ließ.
Als sich die Sonne langsam dem Sonnenuntergang näherte brach ich auf, weil ich vor hatte den ganzen Long Beach lang zurück zu Fuß zu wandern.
Da dies zufällig der Valentinstag war fand ich überall am Strand Herzen und Liebeserklärungen im Sonnenuntergang.
Das war zum Abschluß noch ein zauberhafter Ausklang für diesen spannenden Tag.

Koh Lanta – Googles Antwort auf „Hippie-Insel“

Pünktlich um neun war er da – der Bus zur Fähre nach Koh Lanta. Mit einer ganzen Ladung von Backpackern wurde ich zur Fähre gebracht. Ein Schiff wartete auf uns. Das Ticket dazu, habe ich wie im letzten Bericht bereits erzählt im Guesthouse erworben. Es gab einen Schalter an dem sich alle anstellten, und an dem das Ticket gecheckt wurde.
Ich stand am Schalter, und sagte, „Super“. Ich weiß nicht warum, aber er schrieb „Super“ auf mein Ticket, daß ich im Guesthouse erhalten hatte. Anscheinend verstanden wir uns auf einer unerklärlichen tieferen Ebene.
Beim nächsten Schalter, an dem wir uns anstellten wurde mein „Super-Ticket“ gegen ein gedrucktes ausgetauscht.

Die Sitzplätze im Schiff waren so ähnlich angeordnet wie die Plätze in der Straßenbahn. Mein Ospreyrucksack wurde mir wieder abgenommen und auf einen Stapel geworfen. Da ich so ziemlich eine von den ersten war befürchtete ich, daß der Inhalt durch die weitere Maße an Rucksäcken, die darauf gestapelt wurden, Schaden nehmen könnte. Wie sich später heraus stellte war das aber total unberechtigt. Nichts erlitt Schaden.
Obwohl innen schon alles voll war, kamen immer weiter noch Touristen dazu, die suchend nach einem Platz bis vorne durchgingen und dann unverrichteter Dinge wieder hinaus gingen.
Was aus diesen Leuten wurde interessierte mich, da ich doch lieber irgendwo an der Reling im freien sein wollte, als zwei Stunden lang in diesem beengten Raum.
Weil ich einen Fensterplatz hatte, bat ich das Paar neben mir mich doch rauszulassen, was sie auch taten.

Freestyle umsteigen zwischen den Booten – Welche Insel hätten Sie den gerne?
Dieser Teil im äußeren des Bootes war wesentlich interessanter als die angeordneten Sitzplätze im inneren. Ich konnte beobachten, wie sich Touristen, die sich einen Platz auf entlegeneren Inseln gebucht hatten, über mehrere Boote hinweg durchangelten. Teilweise sah es sehr abenteuerlich aus und eine gewisse akrobatische Begabung konnte auf keinen Fall bei diesen abenteuerlichen Unterfangen schaden. Spaßeshalber überlegte ich mir, wie es wohl wäre, wenn ich einfach rufen würde: „You have one more free Bungalow for me?“ Es waren so sympatische Kapitäne, daß ich mir vorstellen könnte, daß dies eine lustige Fortsetzung des bewährten Freestyle – Easy-Peasy Reisestyles sein könnte. Ich verwarf den Gedanken jedoch, da ich mich einfach so auf Koh Lanta freute.

Koh Lanta in Sicht!
Nach insgesamt ca. 2,5 Stunden fuhren wir auf eine Insel mit Brücke zu. Im Inneren des Bootes rührte sich etwas, und einige Touristen kamen mit ihren Rucksäcken nach oben. Aha, wir sind also fast da, dachte ich mir. Tatsächlich bezog das Schiff Position und legte an.
Mir schauerte bei dem Gedanken wie weit unten mein Rucksack nun war, und drängte mich gegen den Strom nach unten zum Gepäck.
Ein Helfer setzte sich ganz oben auf den Rucksackberg und teilte uns mit, daß wir nun nach oben gehen sollen, da er alle Gepäckstücke über die Treppe hochreichen wolle.
Also gut, o.k. – dann machen wir das halt so, dachte ich mir und ging wieder zurück. Eine Menge Leute waren nun da, die wie ich auf ihr Gepäck warteten, daß schwungvoll nach oben transportiert wurde.
Zum Ende der ganzen Prozedur war auch mein Rucksack dabei.

Wieder einmal – Easy Peasy – Übernachtung gefunden
Genauso wie in Krabi hatte ich auch für Koh Lanta noch nichts gebucht. Da ich nun noch relativ viel Zeit bis zum Ende der Reise hatte, wollte ich mir die Möglichkeit offen lassen, wo ich will und so lange wie ich will zu bleiben oder abzureisen.
Prinzipiell hatte ich mir meinen Lieblingsstrand und die Gegend schon ausgesucht, und ließ mich deshalb auch von einem Taxifahrer, der mich ansprach fahren.
„Pra Ae-Beach – Funky Fish“ nannte ich ihm als mein Ziel und er nickte „150 Baht“ war seine Antwort. Da ich aber wußte, daß regulär jede Fahrt 100 Baht kostet sagte ich zu ihm: „100 Baht, o.k?“. Er willigte ein. Es war ja auch der normale Tarif.

Wir fuhren ca. 20 Minuten und dann blieb er stehen.
Er holte meinen Rucksack vom Dach des Taxis und ich bezahlte ihn.
Ich überquerte die Straße und fand viele bemalte Schilder vor, die ein Hippie-Flair ausstrahlten. Bunt bemalte Schilder, kleine Bungalowhäuschen und dazwischen ab und zu eine Garküche. Schon hier befand sich unter meinen Füßen feiner Sandstrand und ich war hin und weg.

Jetzt, da ich diesen Artikel schreibe, erklingt im Hintergrund Reggae Musik, und ich glaube, es ist alles stimmig.

Das Budget für meine Reise ist begrenzt und so versuche ich vor allem auch bei den Unterkunftskosten zu sparen. Pro Tag habe ich mir mögliche Ausgaben von 25 Euro geplant. Ich werde also Ressorts mit Unterkunftskosten die mein Budget übersteigen meiden.

Funky Fish ist ein Hostel, daß ca. 6 Euro am Tag kostet. Hier bin ich auch angekommen, aber es war alles ausgebucht. Bei den Hippie-Village Bungalows war weder die Johne Lennon Suite noch der Jim Morrison Flügel zu haben. „Come tomorrow again“, lud mich der Besitzer ein. „In the Morning between nine and eleven“. Wieder einmal aus dem Nichts tauchte ein Thai auf einem Scooter auf und fragte mich: „You need a Hostel ?“ „Yes“, sagte ich ihm und er düste mit einem „Wait“ davon. Ja, so kenne ich das …. 🙂

Als er zurückkam sagte er „Follow me, please“. Das tat ich natürlich und er fuhr in eine kleine Nebengasse. Vorbei an weiteren Reggaebars und an netten Bungalows.
„You can stay here!“ meinte er. Wir standen vor einem kleinen Häuschen. Davor war ein eine erhöhte Bambusfläche, wie man sie oft in Thailand findet, und auf der man gemütlich relaxen kann.
Zwei jung Frauen standen vor dem Häuschen und begrüßten mich „It´s free!“ sagte eine von den beiden.
Ich ging durch die Tür und befand mich in einem Raum, in dem 5 Betten mit Moskitonetzen geschützt standen.
Ich akzeptierte es sofort. Die Gegend war toll, der Strand keine 5 Minuten entfernt, und die Mitbewohnerinnen waren mir total sympatisch. „200 Baht per Night“, erfuhr ich vom Herrn auf dem Scooter, dann war er weg und ich hatte also meine Unterkunft gefunden. Schnell brachte ich mein Gepäck in einem Schließfach unter, daß direkt neben dem Bett stand und schon düste ich los zum Strand.
Ich mußte jetzt unbedingt im Meer schwimmen!

Endlich – das Meer!
Ich schnappte mir also meinen Daypack mit Handtuch, Strandtuch und Co. und spazierte an den Strand.
Dort sucht ich mir einen schönen Platz, plazierte alles im Sand und lief in´s Meer. Oh mein Gott – der Geruch, das Gerüsch, die ryhtmischen Wellen – wie hatte ich mich danach gesehnt. Das fast schmerzhafte Fernweh nährte sich aus einem solchen Erlebnis. Mit jeder Faser meines Seins tauchte ich in das warme Wasser ein, daß von den üppigen Sonnenstrahlen aufgeheizt wurde. Ich genoß jede Sekunde.
Als mir wieder bewußt wurde, daß ich hier länger bleiben kann und täglich in´s Meer gehen kann, war ich bereit, mich von diesem Erlebnis zu lösen und das Wasser zu verlassen.
Zurück auf meinem Platz packte ich meine Utensilien zusammen, aus denen ich noch den Sand ausschüttelte und ging zurück in´s Hostel.
Meine Mitbewohnerinnen holten Bier im Minimarket und wir saßen lange zusammen und plauderten und lachten.

An die vielen Moskitos mußte ich mich erst einmal gewöhnen und so mummelte ich mich unter dem Moskitonetz ein. Der Wind des Ventilators hielt die Tierchen auch etwas fern aber das gesummse der Mücken störte mich doch etwas. Mit dem ersten Hahnenschrei, als es noch dunkel war beschloß ich an´s Meer zu gehen und dort einen ruhigen, windigen Platz zu suchen. Den fand ich auch. Vor einem Ressort standen Liegenstühle im Sand. Auf einem machte ich es mir bequem und schlief dort ein paar Stunden, bis sich der Strand belebte.

An einer der Bars frühstückte ich Reis mit Gemüse und gönnte mir einen Mangoshake. Ja, so in etwa hatte ich mir das vorgestellt.

Letzter Tag in Chiang Mai – Flug nach Krabi

Nun ist er da – der 10. und letzte Tag in Chiang Mai. Für morgen ist der Flug nach Krabi gebucht. Dort ist eine Übernachtung geplant und dann geht es endlich an´s Meer! Koh Lanta ist mein Ziel. Vor ca. 1 Jahr begann das Abenteuer eigentlich, als ich an einem eher faden Tag voller Fernweh „Hippie Insel“ in Google eintippte. Ich fand dort einen Artikel über Koh Lanta und später auch einen Bericht über den Coworkingspace Koh Hub – genau da loderte das Feuer in mir auf und nichts und niemand konnte mich mehr aufhalten.
Aber erst mal alles schön der Reihe nach.

Goodbye  Chiang Mai und mein erster Auftrag in Thailand ist fertig
Fast über Nacht habe ich für Jonggon´s Green Tours einen Flyer gestaltet, den die Susanne Koschabek dankenswerterweise über Nacht für uns Korrektur gelesen hat. So wurde aus unserem zusammen gestöpselten Englisch doch noch eine runde und verständliche Sprache und auch die Grammatik durfte Einzug halten. Danke Susi!
Ich muß das jetzt mal erwähnen, nicht daß ihr meint, ich mache hier nur Urlaub – nein, es gibt auch hier einiges zu tun. So bin ich doch als „digitale Nomadin auf Zeit“ unterwegs. An den Internetseiten, die ich für meine Kunden betreue habe ich auch kleinere Arbeiten ausgeführt.

Wir haben uns an diesem letzten Tag noch einmal Zeit genommen, und die Universität besucht, in der Jonggon studiert hat. Auch hier führte sie mich durch die Pflanzen. Es gab sogar einen Moringabaum, und ich weiß jetzt wie der Baum aussieht, dessen zitronige Blätter in der Kokosnussuppe Verwendung finden, die mir so gut schmecken. Nach der Wanderung durch den Heilkräutergarten durchquerten wir den Fitnesspark und gingen auf den Parkplatz auf dem schon ein Freund von Jonggon mit dem Auto wartete. Tom brachte uns ein wenig außerhalb zu einem besonderen Tempel mit riesiger Anlage, der in einen Tunnel gebaut war. Wir wanderten etwas umher, sahen verschiedene Tiere und ich bekam noch ein paar Informationen zum Buddhismus und dem Rad des Lebens.
In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich der Buddhismus von allen Religionen. Statt an einen Gott oder mehrere Götter zu glauben, glaubt der Buddhismus jedoch nur an die Natur. Aha – so hatte ich das noch nicht gesehen!
Wieder etwas gelernt…

Flug nach Krabi mit Zwischenstop in Bangkog
In der Buchung von Flügen bin ich inzwischen schon sehr gut. Für den Reiseabschnitt nach Krabi habe ich das Flugzeug gewählt, da es ca. 1800 Kilometer sind. Von Bangkog nach Chiang Mai kam ich mit dem Bus, aber das war eine sehr ruppige Angelegenheit. Diese Erfahrung wollte ich nicht unbedingt noch einmal wiederholen.
2 Stunden vor Abflug war ich also am Airport und hoffte, daß ich auch hier wie bei China Air das gesammte Gepäck als Handgepäck mit an Bord nehmen kann. Bei Thai Lion Air mußte ich meinen Osprey Rucksack jedoch als Gepäckstück aufgeben, weil er 10 kg wiegt. Für so eine lange Reise eigentlich recht schnuckelig klein und leicht aber leider für das Handgepäck zu viel. 7 kg wären in Ordnung gewesen.
Da ich in Bangkog einen Zwischenstop einlegen muß, mußte ich das Gepäckstück also wieder vom Band pflücken und erneut am Schalter für den Weiterflug aufgeben. Beide Strecken dauerten jeweils ca. 1. Stunde und am Abend um 18.30 bin ich in Krabi gelandet.

Krabi – endlich am Meer
Am Flughafen Krabi hätte man für 2800 Baht gleich ein Ticket bis Koh Lanta lösen können, aber da um diese Uhrzeit sowieso keine Fähre ging, wollte ich das am nächsten Tag regeln. Ich löste also nur ein Ticket in die Innenstadt für 90 Baht und ließ mich mit dem Bus dort hin bringen. Ein Zimmer hatte ich nicht gebucht, weil ich als Reisende der „Old School“ so halt doch freier und flexibler bin. Ich mache das nicht immer so, aber für eine Nacht in Krabi schien es zu passen.
Der Bus hielt irgendwo im Zentrum und die Backpacker um mich versuchten sich zu orientieren, wo sie jetzt hinmüssen. Die Straße runter sah ich viele Schilder, die mit „Guesthouse“ beschriftet waren. Für mich galt jetzt eher „Wer kein Ziel hat, kann sich nicht verlaufen.“ Alles Easy Peasy dachte ich…
Beim ersten Guesthouse fragte ich nach, aber es waren keine Plätze mehr frei. „Ask next door“ schickte mich der Herr am Empfang weiter. „O.K, thank you.“ dankte ich ihm und ging eine Türe weiter. Dort saß eine junge Frau an einem Schreibtisch und sie hatte noch ein Zimmer mit Aircondition frei. „500 Baht, per night“ bot sie mir an. „O.K., I take it“ – aso wirklich alles Easy, Peasy…
Sie drückte mir einen Schlüssel in die Hand und ich stieg in den 2. Stock hinauf. Dort fand ich ein schönes Zimmer mit 2 Betten, ein großes Bad und einen Balkon vor. Ich stieg auf eines der 2 Betten und setzte die sich darüber befindende Aircondition Anlage in Betrieb. Eigentlich stehe ich gar nicht so auf diese Kühlung, aber wenn sie schon mal da ist, nehme ich sie auch her.
Im Flugzeug hatte jeder einen Schokoriegel und einen Schluck Wasser bekommen, und daß ich Hunger hatte, war vollkommen in Ordnung.

Es gab ja auch noch das nächtliche Krabi zu entdecken! „Where can I eat?“ fragte ich die Frau vom Empfang und sie zeigte die Straße hinunter. „Where you want to go, then?“ wollte sie wissen. „Koh Lanta“ ließ ich sie wissen. „Oh, you can buy a ticket for tomorrow, here – 300 Baht“. Boah, wenn das nicht Easy, Peasy ist… Natürlich machte ich das sofort, und sie versprach mich am nächsten Tag rechtzeitig aufzuwecken, damit mich der Bus vor der Haustüre mitnimmt. Die 300 Baht waren der Preis für die Busfahrt und die Überfahrt nach Koh Lanta!  Ingesamt kam ich mit der Übernachtung, der Fahrt zum Flughafen nach Krabi und der Reise nach Koh Lanta also auf 890 Baht. Gut gespart im Vergleich zu den 2800 Baht, die am Flughafen für die Anreise nach Koh Lanta verlangt wurden. Bei meiner Freestyle-Version war sogar noch eine Übernachtung mit Aircondition dabei.

Nachdem das alles klar war, ging ich also die Straße hinunter und fand auf der Querstraße eine lange Reihe von Foodständen. Es gab alles.
Ich schritt die Reihe ab und konnte mich nicht leicht entscheiden. Da wir ja hier nun schon direkt am Meer sind, bestellte ich mir gemischtes Gemüse mit Nudeln und Schrimps für 60 Baht. Dazu ein wohlverdientes großes Chang-Beer für 70 Baht. Eigentlich esse ich ja nur vegetarisch, aber wenn ich am Meer bin, dann gibt es ausnahmsweise auch Fisch oder Meeresfrüchte, wenn sie frisch sind.

Hinter den Food-Ständen waren Tische und Stühle aufgebaut. Dort saßen viele Menschen, die sich anscheinend auch an dieser Vielfalt erfreuten. Ich suchte mir einen schönen Platz aus und setzte mich dazu. Das Essen war wie erwartet sehr gut. Ich bezahlte gleich und ließ es mir schmecken.
Noch einmal bummelte ich die Stände entlang und gönnte mir zum Abschluß ein selbst gemachtes Kokoseis, daß nun aber wirklich die Krönung des Tages war.

Zurück im Guesthouse schloß ich den Tag ab und freute mich auf den morgigen Trip auf die Insel Koh Lanta.

Tourflyer – They bring the Elephants back home to the tropical rainforest – mein erster thailändischer Auftrag

Elefanten – frei im thailändischen Regenwald

Von Chiang Mai in die Berge
Die Vorfreude auf den heutigen Ausflug in die Berge zu den Elefanten ließ mich heute viel zu früh aufstehen und meine Sachen packen. Der Aufbruch in den Regenwald war um 9.00 Uhr geplant und Jonggong hatte mich vorher zum Frühstück eingeladen.

Zu diesem besonderen Ereignis nahm ich natürlich die Spiegelreflexkamera und die Kompaktkamera mit. Außer einem zusätzlichen Pullover, der in den kühlen Bergen von Nöten sein würde, nahm ich nur noch eine Flasche Wasser mit, weil ich keine Lust hatte, mehr zu tragen.

Ich spazierte also die 300 m bis zu Jonggons Haus, in dem sie mich schon erwartete. Sie hatte auf einem Bananenblatt Reis mit Mango vorbereitet und ich aß dazu noch ein paar ganz frische Bananen. Pon, Jongonggs Freund und sein Bruder Nat, der den Hillux fuhr, waren auch schon etwas eher da, und so brachen wir noch vor der vereinbarten Zeit auf.

Wir fuhren ungefähr 2,5 Stunden lang. Der erste Teil der Strecke, der aus der Stadt hinaus führte bestand aus guten, geteerten Straßen an deren Seiten dünner besiedelte Dörfer und Siedlungen lagen. Im zweiten Teil der Strecke fuhren wir lange Zeit über geteerten Straßen steil bergauf und bogen dann in immer buckligere Pisten ab. Teilweise verlief die Straße so scharf an Abgründen entlang, daß mir bewußt wurde, daß vermutlich einer der gefühlt besten Fahrer der Welt neben mir sitzen muß.

Es war ein trockener aber kühler Tag. Wie die Strecke an regnerischen Tagen passiert werden kann, war mir ein Rätsel. Auf die Frage, was sie denn machen, wenn es regnet, lachten alle Insassen des Autos, und Pon meinte: „We drive the same way“.

Entspannt lernten Pon und Jonggon auf dem Rücksitz Englisch und unterhielten sich, Nat fuhr und ich versuchte aus dem fahrenden Auto zu fotografieren. Dank Sportprogramm entstanden dabei sogar ein paar schöne Landschaftsfotos.

Nach ca. 2 Stunden hielten wir in einem kleinen Dorf an. Eine Frau und ein kleiner Junge, kletterten auf die Ladefläche des Hillux. Es war Pon´s Frau und sein Sohn, die uns nun begleiteten.

Die Familie
Nach weiteren 15 Minuten waren wir am ersten Etappenziel angelangt. Hier hatte Pon´s Familie für Touristen eine Holzhütte, eine Küche und einen Außenfreisitz gebaut. Seine Eltern begrüßten uns und boten uns Kaffee an. Wir schauten uns etwas um, und setzten uns dann.

Es war sehr angenehm, die Hände an der Kaffeetasse zu wärmen. Wir waren hier auf ca. 1600 m Höhe und es wehte ein leichter, kalter Wind.

Die Frauen der Familie verschwanden in der Küche und Jonggon und ich gingen zur Viehweide, die wir von der Ferne gesehen hatten. Pon´s Großmutter stand dort bei den Rindern und ihre bunte Kleidung bildete einen wunderbaren Kontrast zu den grauen Tieren und der braunen Erde.
Ihr Gesicht strahlte Zufriedenheit und Zuversicht aus. Sie war ein wunderschönes Fotomotiv. Pon´s Frau gesellte sich zu uns und colorierte das Bild neben der Großmutter mit einem weiteren schönen Farbpunkt. Wir erfreuten uns alle an einem spontanen Fotoshooting bis wir zum essen geholt wurden.

Ich war sehr dankbar, daß für mich ein vegetarisches Mahl zubereitet wurde. Für Gäste wird zu besonderen Einladungen sonst meist ein Fleischgericht gereicht. Das hatte ich meiner umsichtigen, neuen Freundin zu verdanken, und ich warf ihr einen dankbaren Blick zu.
Nachdem wir uns alle getärkt hatten, stiegen wir wieder in das Auto ein. Pon´s Vater und sein Sohn hatte die kleine Gruppe um zwei weitere Personen erweitert.

Elefanten in freier Natur
Unser Ziel waren die Elefanten, die nun frei im Bergwald leben dürfen. Es sind aktuell 4 Elefanten. Ein Bulle, zwei weibliche Elefanten und ein Elefanten-Baby, daß ca. 5 Jahre alt ist. Jeder der Elefanten hat seine eigene Geschichte. In früheren Zeiten wurden die Elefanten vermietet, um Holz aus den Wäldern zu ziehen. Das ist in der Zwischenzeit von der thailändischen Regierung verboten worden.
Viele Elefanten wurden nach diesem Verbot für touristische Zwecke eingesetzt.
Heute sind diese 4 Elefanten, die noch im Besitz von Pon´s Familie leben frei im Wald unterwegs. Sie werden nur von 4 Mahouts begleitet, die dafür sorgen, daß die Elefanten nicht die Grundstücke benachbarter Farmer abfressen. Ein Elefant frißt 200-250 kg Grünpflanzen am Tag.
Ich war jetzt wirklich bereit, die Elefanten live zu sehen. Wir bogen wieder einmal links oder rechts ab und diesmal ging es bergab. Tiefe Furchen durchzogen die Piste und nach weiteren 10 min. blieben wir stehen. In den Hügeln links von uns hatten wir einen Elefanten gesehen! Jonggon und ich liefen zurück und beobachteten den Elefantenbullen, der mit Fressen beschäftigt war. Er bemerkte uns gar nicht. In der Massai Mara in Kenia ist mir schon einmal ein einzelner Elefantenbulle begegnet. Damals waren wir auf Safari mit dem Jeep unterwegs. Der Fahrer schätzte die Situation damals als gefährlich ein, und fuhr schnell davon. Der Rest der Gruppe wartete auf uns, und wir schloßen uns wieder an.

Lange wanderten wir bergab und dann wieder bergauf, überquerten einen Bach und stiegen wieder steil bergauf. Als wir auf eine Lichtung kamen fanden wir dort eine Hütte, Sitzplätze und 2 Männer vor, die gerade an einem Lagerfeuer saßen. Dies war der Platz an dem auch  Gruppen von Besuchern übernachten könnten, erzählten sie mir. Immer wieder wurden mir verschiedene Pflanzen gezeigt, ich probierte sie und bekam dazu immer eine Kurzinformation für was sie verwendet wurden. Jonggon  war sehr gut über Heilpflanzen informiert, und hatte ja auch ein medizinisches Studium hinter sich. Wir brachen wieder auf. Nun ging es durch dichteres Gestrüpp und auf einmal waren sie da. Drei Elefanten – die zwei weiblichen Elefanten und das Elefantenbaby standen an einem Hügel und rupften an den riesigen Bambus- und Bananenblättern. Dabei legten sie den Rüssel geschickt um das ganze Blatt und zogen dann von unten nach oben das Blatt vom Stengel. Sie drehten den Rüssel und ließen es dann geschickt im Maul verschwinden. Faszinierend zu beobachten, war es auf jeden Fall!

Wir hatten ein paar Bananen mitgebracht, und so durfte ich das Baby füttern. Lustig suchte es mich mit dem Rüssel ab, und schnappte sich die Bananen in meiner Hand. Ich konnte die rauhe, haarige Haut des Elefanten spüren. Auf dem Weg hierher bin ich zum Größenvergleich einmal in einen Fußstapfen getreten, und selbst das Baby flößte  mir Respekt ein.
Während der ganze Zeit waren die beiden speziellen Elefantenfreunde in der Nähe. Die beiden weiblichen, älteren Elefanten fraßen weiter die grünen Blätter und wir beobachteten sie in gebührendem Abstand. Es dauert zwei Monate bis die Blätter wieder in gleicher Länge nachgewachsen sind, so ist es klar, daß das Gebiet in dem man Elefanten leben können, doch sehr groß sein muß.
Wir kauerten uns auf einem kleinen Hügel zusammen und beobachteten weiter die Elefanten. Plötzlich setzte sich einer der beiden großen in unsere Richtung in Bewegung. Aber auch er war an Menschen gewöhnt, und suchte mich auch erst einmal mit dem Rüssel nach Bananen ab. Glücklicherweise wurde ich immer weiter gut mit Bananen versorgt, und konnte so das Zusammensein mit diesem Tier genießen. „We bring them to the Water“, sagte der Mahout des großen Elefanten und lockte ihn mit Bambusrohren, in denen Flüssigkeit war einen Trampelpfad entlang, der wieder zwischen die Hügel bis zu einem kleinen Bach führte. Über diesen waren Bambusrohre gelegt, auf denen wir auf die andere Seite balancierten. Die Elefanten folgten ihrem speziellen Freund und bald waren wir alle an diesem Bach angekommen. Auf der gegenüberliegenden Bachseite stellten sich die Elefanten nebeneinander und genoßen das kühle Naß. Nachdem die beiden Mahouts den Bach überschritten hatten folgten auch nach einer Weile die Elefanten. Wieder bergauf gingen wir noch eine ganze Weile gemeinsam. An einem Holzunterstand verweilten wir. „Say goodbye to the Elephants“ wurde ich aufgefordert. Ich genoß noch einmal den Anblick und machte mir auch noch einmal bewußt in welch reicher Natur ich hier sein durfte. Der Abschied fiel mir schwer, aber so wie es aussah war das nun für die Elefanten und die Mahouts das Nachtlager.

Pon´s kleiner Sohn lief immer lachend voraus und wir folgten ihm. Der Aufstieg war sehr steil und ich mußte sehr genau aufpassen, wo ich hinstieg, da ich ja sowieso mit Sprunggelenksverletzungen vorbelastet bin.
Ich schlug mich tapfer, Jonggon unterhielt mich auch auf dem Rückweg mit der Entdeckung weiterer Heilpflanzen aller Art. Elefanten sind sehr sensible Tiere, die empfindlich auf Pestizide reagieren. Das heißt wo Elefanten gut leben können, ist auch für den Menschen ein guter Platz. Nach geraumer Zeit kamen wir wieder am Auto an.
Der beste Fahrer der Welt chauffierte uns wieder über bucklicke Pisten und bog in einem kleinen Dorf links ab. Er fuhr eine Einfahrt hinunter und blieb stehen.
„We visit the Grandfather“ erzählten sie mir während wir ausstiegen. Zuerst führten Sie mich herum und es stellte sich heraus, daß dies ein thailändischer Biohof war, in dem sogar Tee und Kaffee als Permakultur wuchsen. Eine Nordthailändische Teepflanze zu sehen stand auf meiner Wunschliste für diese Reise. Dies erfüllte sich nun also auch. Anders als in Indien oder China werden die Teepflanzen hier jedoch als eine Art Kaugummi verwendet.
Das war mir alles neu.
Der Urgroßvater kam nun aus einer Hütte auf uns zu. Er war 96 Jahre alt und machte noch einen sehr vitalen Eindruck. Pon erzählte uns, daß der Urgroßvater immer davon sprach, daß in seinen Jungendjahren jede Familie im Distrikt Elefanten hatte, und sie zeigten mir verblaßte Fotos mit Elefanten. Nun war das aber alles anders. Nachdem die Regierung die Abholzung der Regenwälder und den Einsatz von Elefanten verboten hatte, war die Familie des Urgroßvaters nun die einzige, die noch Elefanten hatte und sie durften in Freiheit leben.
Wir planten einen Flyer über die Tour und die Geschichte zu gestalten und so entstanden noch verschiedene Fotoaufnahmen mit dem Urgroßvater. Nach ca. 1 Stunde war die Zeit für den Aufbruch gekommen und wir fuhren in der zauberhaften Stimmung der untergehenden Sonne zurück nach Chiang Mai. Das war ein unvergesslicher Tag. Ich war sehr glücklich, daß ich auf diese achtsamen Menschen und die Elefanten in freier Natur gestoßen war.

An den nächsten Tagen hatten wir einen Flyer gestaltet, den ich Euch hiermit präsentieren darf – solltet ihr einmal in diese Gegend kommen, kann ich Euch das besondere Erlebnis wärmstens empfehlen!

Flyer Green Alternativ Tours – Chiang Mai – Reisen mit Herz – Sie bringen die Elefanten zurück in den tropischen Regenwald.

Flower-Festival Chiang Mai – Ein Meer aus Farben und Blumen

Gestern Abend hat mich mein Vermieter Ben schon darauf angesprochen, daß ich heute unbedingt zur Brücke gehen muß, die ca. 5 Minuten von hier entfernt ist, um mir die Parade des Flower-Festivals anzuschauen.

So ein Spektakel direkt vor der Haustür darf nicht unbeachtet bleiben und so bin ich sehr früh aufgestanden, habe über Nacht alle Akkus der Kameras geladen und mich just in Time auf den Weg gemacht.

Von weiten hörte ich schon die Musik. In der Straße, die auf die Brücke führte stellten sich unvorstellbar kunstvoll arrangierte Blumenwagen für die Parade auf.

Ich traute fast meinen Augen nicht, was ich dort sah. Kreative Gebilde aus wunderschönen Blumen – Thaimänner in fantasievoll kreierten Kostümen und viele üppig geschmückte Mädchen. Dazwischen immer wieder die Kinder ganzer Schulen, die mit ihren Instrumenten spielten. Die Melodien waren allesamt sehr fröhlich und harmonisch.

Es fehlte jedoch gänzlich der Marschrythmus der oft bei Umzügen im deutschen Fasching bzw. Karneval zu hören ist.

Fotorausch

Wer mich kennt – weiß was kommt :-). Ich tauchte in dieses Meer aus Farben und Musik ein, und versank in einem Fotorausch. Fortuna war mir hold, oder vielleicht war es auch ein mir bisher unbekannter Fotogott, dem hiermit gehuldigt ud gepriesen sei – ich durfte mich völlig frei bewegen, und wenn es eng wurde, wurde ich immer lächelnd nach vorn gelassen.

Interview für das Thailändische Fernsehen

Neben mir stand ein Kamerateam von NBT, ein Sender des thailändischen Fernsehens. Nachdem das Team eine Einstellung abgefilmt hatte, kam der Moderator auf mich zu und fragte mich:
„Where you come from? Can I ask you some Questions?“ Ich antworte ihm: „I´m from Germany, yes you can ask me something“

Der Kameramann ging in Position und der Moderator fragte mich, nun vor laufender Kamera:
„Where are you come from, and what you think about the Flower Festival and the Parade ?“

Ich antwortete ihm: „I´m from Germany, I´m faszinated about the wonderful Artistic Flowerarrangements and the lovely, friendly People. Everything is so beautiful. I´m so happy to be here.“

Er lächelte mich an: „Thank you“ sagte er, ich bedankte mich auch, und dann war das Team auch schon wieder verschwunden.

Die Parade verfolgte ich bis zum Schluß und hatte am Ende über 400 Belichtungen auf den Kameras. Es war Zeit etwas zu trinken und zu essen zu organisieren.

Einladung bei Jonggon

Das Office von Jonggon meiner neuen Freundin, die die Alternativen Touren anbietet liegt direkt auf dem Weg und ich wollte kurz bei ihr vorbeischauen. Sie erzählte mir, daß sie leider die Parade nicht sah, weil sie auf jemand gewartet hat.

Ich lud die Bilder also kurzerhand auf meinen Rechner, und zeigte ihr die Fotos. Das freute sie sehr – sie sah mich an und meinte: „Wait here, I cook for you.“

Da ließ ich mich doch sehr gerne einladen. Zuerst brachte sie mir ein Glas Wasser für das sich sehr dankbar war, da es hier ja doch um die 30 Grad hat.

Während sie kochte, sortierte ich in Lightroom die Fotos aus. Sie kam  mit Reis, frischem Gemüse und einem leckeren Gericht, in das sie auch eine Jackfruit geschnitten hatte zurück. Sie machte mich darauf aufmerksam, daß das die Frucht ist, die wir im Tempel gesehen hatten.

Wir unterhielten uns wieder über einen Ausflug zu den Elefanten ihres Freundes. Sie sagte, er komme  später vorbei und sie würde sich bei mir melden.

Elefanten besuchen in Planung

Zurück im Guesthouse legte ich eine Siesta ein. Ben, der Vermieter klopfte an meine Tür – „Monika, here is one for you – downstairs“. Cool, ich habe Besuch!

Im Eingangsbereich des Guesthouse stand Jonggon mit Ihrem Freund, der mit den Elefanten lebt. Ich freute mich sehr sie zu sehen. Wir gingen in den Innenhof, und setzten uns an einen Tisch. Sie fragte mich: „Would you like to go tomorrow to the Elephants? This is my friend, he invites you.“ Jaaaaaa! Ich will.

Sie lud mich um 8.30 zum Frühstück ein, und sie hatte sich den Tag frei genommen – sie kam also mit. Das finde ich ja total genial. Jonggon ist mit Heilplflanzen und der Flora und Fauna des Regenwaldes sehr bewandert, und sie wollte mir einiges zeigen. Nachdem sie sich vergewissert hatte, daß ich gute Schuhe habe, verabschiedete sie sich, und wir sehen uns also nun morgen vormittag.

Ich freue mich drauf, und bin für solche Abenteuer jederzeit zu haben.

Es gibt hier heute sehr viele Fotos, aber das ist nach so einem Fotorausch auch nicht anders zu erwarten gewesen, oder?

Alternative Traveltouren in Chiang Mai

Alternative Traveltouren in Chiang Mai

An fast jeder Ecke hier gibt es Tourenangebote. In jedem Guesthouse liegen Flyer aus, was man hier so alles machen kann.
Bei meinen Ausflügen mit dem Fahrrad kam ich schon öfter an dem Laden vorbei, der mich mit dem Schild „Chiang Mai Green Alternativ Tour“ lockte.
Ich steuerte also am morgen dieses kleine Büro an, und wurde von Jonggon Duangsri der Besitzerin herzlich begrüßt. Sie zeigte mir verschiedene Ausflugsoptionen, von Wanderungen im Regenwald bis zum Besuch einer Familie, die mit Elefanten lebt, und die mit ihr befreundet sind. Das hörte sich alles fantastisch an! Leider sollten es doch immer mindestens 2 Personen sein, die so einen Trip machen wollen, da hatte ich als Alleinreisende leider schlechte Karten.

Trotzdem hatte sie für mich viele Ideen was ich machen kann, und sie zeichnete mir den „One and Only“- Ortsplan für Chiang Mai. Dazu erhielt ich viele Tips, wie ich als Alleinreisende die  Touren selbst organisieren und sparen kann,

Ich blieb fast den ganzen Nachmittag und wir unterhielten uns über den Buddhismus, ihre Zeit in Deutschland, die sie in Berlin verbrachte, Rohkost, und das Internet. Die Zeit verging im Flug. Für den nächsten morgen verabredeten wir uns für eine Führung zu Fuß, weil sie mir das alte und das reale Chiang Mai zeigen wollte.

Kirchen, Tempel, The Healing Family

Am nächsten Morgen trafen wir uns also wieder, und machten uns auf dem Weg. Das besondere ist hier, daß viele Religionen friedlich nebeneinander existieren.
Die erste Kirche in Chiang Mai, gegründet 1867 besteht immer noch, und heute ist dort auch ein Museum angegliedert, das wir besuchten.

Jonggon führte mich weiter zur „The Healing Family-Foundation“. Das ist ein Projekt in dem vor allem junge Menschen mit Behinderungen leben und arbeiten und als Textilkünstler auf Webstühlen wunderschöne T-Shirts, Schals, Taschen, Tücher und vieles mehr zaubern. Pradit Prechanont, der Präsident begrüßte uns und stellte uns das Projekt vor.

Mir gefielen die Textilien, und ich nahm ein T-Shirt mit.
Nur ein paar Schritte davon entfernt findet sich Watket Karam ein Buddhistischer Tempel, für dessen Erhalt sich eine Gruppe von engagierten Thais stark gemacht haben. Es wurde ein Museum errichtet, und Jonggon erzählte mir, daß sie bei der Herausgabe eines Buches mit Fotografien und der Chronik des Ortes beteiligt war. Ich konnte einen Blick in eine Ausgabe werfen, und die alten Fotografien genießen. Der Fotograf, der die meisten Fotografien gefertigt hat ist inzwischen über achtzig Jahre alt und Jonggons Nachbar.

Der Tempel und das Museum sind wirklich einen Besuch wert.
Mal abgesehen von dem sehr beeindruckenden Ausstellungsgegenständen, die von rituellen Gegenständen über antike Buddhas bis zu Alltagsutensilien reichen ist der Tempel auch wegen seiner wunderschönen Gebäude und seiner Begrünung einen Besuch wert. Ich habe das erste Mal im Leben bewußt unter einem Jackfruitbaum gestanden.

In sehr freundlicher Atmosphäre schlenderten wir durch die Tempelanlage bis sich der Hunger meldete, und Jonggon vorschlug zurück in ihr Office zu gehen, wo sie für uns kochen wollte.
Sie kreierte ein vegetarisches Gericht, daß sehr lecker schmeckte. Nach einem weiteren ausgiebigem Gespräch verabschiedeten wir uns, und ich hoffe, daß wir uns bald einmal wieder sehen.

Den Abend verbrachte ich im Nightbazaar. Das ist so riesengroß, daß man wirklich jedes Mal wenn man hingeht etwas Neues entdecken kann.

An diesem Abend gab es ein Angebot an internationalen Speisen. Die Sitzplätze waren sehr nett mit Strohballen gestaltet. Vom Kartenleger bis zum Wunsch- bzw. Dankesbaum war alles vorhanden, was einen Abend ereignisreich machen könnte, abgesehen von den leckeren Speisen natürlich.

Am Ende dieses Tages hatte ich die erste Wasserblase meiner Reise am Fuß  – das war es aber Wert – und ich bereue trotzdem nichts !

Radtour und ein technisches Problem

Chiang Mai entdecken mit dem Rad

Die Morgensonne und das Gezwitscher für mich unbekannter Vögel weckten mich.  Ein ganz anderer Sound als unsere heimischen Singvögel ließ mich noch ein wenig liegen bleiben und lauschen. Ich hatte nichts besonderes vor, so dachte ich mir, ich könnte doch heute einmal eine Radtour machen.

Im Guesthouse gibt es zwei Räder, die sich die Gäste einfach kostenlos ausleihen können. Leider gibt es nur ein Fahrradschloß. Als ich losfuhr, war ein Rad und das Schloß schon vergeben, so startete ich mit dem 2. Rad und nahm mir vor auch ohne Schloß gut darauf aufzupassen.

Hier ist alles sehr eben und man kommt gut voran. Genau genommen, ist man mit dem Rad genauso schnell wie mit jedem anderen Verkehrsmittel weil auch hier der Verkehr zeitweise sehr dicht ist.

Lotsen mit Google Maps in Chiang Mai? Eine SIM-Karte muß her! Ein technisches Problem.

Ich hatte eine behelfsmäßige Ortskarte dabei und wollte mir im Seven Eleven eine SIM-Karte holen um mich auch via Internet und Google Maps lotsen lassen zu können.

Das Iphone habe ich mitgebracht und so hielt ich vor einem Seven Eleven nachdem ich schon eine geraume Zeit unterwegs war. Es bediente mich ein junger Mann, der die deutshe SIM-Karte entfernte. Ich hatte für die Registrierung meinen Reisepaß nicht dabei, da der sicher im Gueesthouse geblieben war. So beendete er die Aktion und gab mir mein Handy zurück.

Leider habe ich aber übersehen, daß ich den Einführschub, in dem die Karte in das Handy geschoben wird nicht zurück bekommen habe. Das bemerkte ich erst am Abend, als ich einen anderen Seven Eleven ansteuerte, zu dem ich diesmal meinen Reisepaß mitgebracht hatte.

Ob es Sinn macht, den ersten Seven Eleven nochmal zu suchen, ist so eine Frage, weil ich in meinem Radlergllück einfach mal links oder rechts abgebogen bin, und nicht weiß, ob ich es wieder finde. Vielleicht komme ich einmal an einem Handyshop vorbei, der so ein Ersatzteil für mich hat.

Ein Päckchen aufgeben – so geht´s

In Bangog habe ich eine ganz wunderbare Bluse gefunden, die ich als Geburtstagsgeschenk verschicken wollte.

Dazu brauchte ich also ein Postoffice, daß sich zufällig auch auf dem Weg fand. Ich trat ein, und wollte mich gleich wie gewohnt am Schalter anstellen, aber in Thailand läuft das anders. Wie auf einer deutschen Zulassungsstelle muß man eine Nummer ziehen, die dann via Display angezeigt wird. Dann kann man seine Geschäfte an diesem Schalter erledigen. Für die wartenden gibt es für die Zwischenzeit eine Reihe Stühle und einen Fernseher, der die Zeit verkürzen soll. Meistens sind es Spieleshows oder ähnliches, die die Zeit vertreiben sollen, und da die Thais dabei viel lachen, glaube ich, daß Ihnen das gefällt.

Als ich dran kam, ging es ganz schnell und nun warte ich einmal, ob das Päckchen tatsächlich nach ca. 7 Tagen da ist.

Der Hund büxt wieder aus und meine erste Fußmassage

Ich habe einen neuen Freund. Einen richtigen Schlitzohrhund. Er kommt immer her, ist total lieb läßt sich streicheln, aber ich muß total aufpassen, daß er nicht mit rausläuft, wenn ich die Tür öffne. Das ist mir nun schon zweimal passiert, aber gar nicht so schlimm, weil ich ihn wieder anlocken kann, und dann ist er wieder drin.

Im Inneren des Nightbazaars

Zurück in meinem Zimmer fand ich auf dem Rechner eine Email vor. Sandi, – die Frau, aus Chicago, die ich gestern kennen gelernt hatte – möchte heute Abend zum Nightbazzar gehen. Klar komm ich mit! Ich liebe doch dieses Chaotische Treiben.

Wir trafen uns also vor Ihrem Guesthouse, daß direkt neben meinem ist, und spazierten los. Gemeinsam gönnten wir uns eine Fußmassage im Massagesalon und durchforsteten die Gassen des Nightbazaars.

Auf einem Platz gab es Foodstände eng nebeneinander mit einem reichhaltigen Angebot.  Dazu wurde traditioneller Tanz angeboten.  Heute wollte ich wieder nur vegetarisch essen, und gönnte mir eine gefüllte Ananas mit Cashewnüssen, Reis und Gemüse.

Das probier ich in Good old Germany auch mal aus….